Weinbergwege Pillnitz-Oberpoyritz (Blaue Markierung)

Elbhangweg an der Sächsischen Weinstraße

Karte

Wegbeschreibung

Unser Weg beginnt Am Rathaus, dem ehemaligen Pillnitzer Dorfplatz, und führt rechts an der Stadtsparkasse vorbei zur Straße An der Schäferei. Zunächst betrachten wir jedoch auf der rechten Seite ein nach historischem Vorbild 1996 wieder an alter Stelle neu errichtetes Umgebindehaus.

Bevor die nun folgende Wünschendorfer Straße nach rechts. abbiegt, wird ein Abstecher zur künstlichen Ruine empfohlen, die auf einem Plateau oberhalb des Hanges liegt. In etwa 10 Minuten kann man das Plateau oberhalb des Friedrichsgrundes besteigen. Die Ruine wurde 1785 von J. D. Schade im pseudogotischen Stil errichtet. Sie enthielt zwei intakte Räume für sommerliche Aufenthalte des königlichen Hofes.

Die Straße gewinnt rasch an Höhe bis zum Eingang des Leitenweges und Weinlehrpfades. Hier eröffnet sich dann ein Blick auf den größten aufgerebten Weinberg im Loschwitz-Pillnitzer Gebiet mit der Weinbergkirche.

Der Blick schweift von den Bauten des Schlosses über den östlichen Teil des alten Dorfkernes von Pillnitz und die gärtnerischen Versuchsflächen bis zu den Bergen des Osterzgebirges und der Sächsischen Schweiz. Wir folgen dem Weg immer an der oberen Weinbergmauer entlang. In die Weinbergmauer eingebaut sind drei sogenannte Wächterhäuschen mit quadratischem, rundem und achteckigem Grundriss.

Sie wurden 1825 erbaut und dienten zur Weinlese den Weinbergwächter als Unterkunft. Im weiteren Verlauf kommen wir an eine Weggabelung: Nach rechts abwärts wird ein verkürzter Rückweg nach Pillnitz angeboten.

Geradeaus führt unser Wanderweg durch wunderschönen Mischwald zum Aussichtspunkt Rysselkuppe, der oberhalb des Weinberges liegt. Der Name stammt von einer alteingesessenen Weinbauern-Familie, die diesen Weinberg bewirtschaftete.

Die Weinbergkirche Foto: Holger Friebel

Weiter führt unser Weg am Aussichtspunkt an einem alten Steinbruch vorbei. Wir laufen jetzt talwärts durch die »Viehbotsche« zum Weinbergweg in Oberpoyritz, in den wir nach rechts einbiegen. Wir kommen am Weingut Klaus Zimmerling sowie an einem größeren Fachwerkbau eines früheren Weingutes vorbei.

Nach dem Passieren der beiden Torsäulen haben wir alsbald die untere Begrenzungsmauer des ehemaligen »Pillnitzer Königlichen Weinberges« erreicht, der jetzt durch eine Weinbaugemeinschaft bewirtschaftet wird. Am Weg können wir ein ehemaliges Winzer-Reihenhaus betrachten.

Wenn wir nun einige Meter aufwärts gehen, gelangen wir zur Weinbergkirche. 1723 – 25 wurde sie von M. D. Pöppelmann, dem Baumeister des Dresdner Zwingers und des Pillnitzer Schlosses, als evangelische Schlosskirche »Zum Heiligen Geist« errichtet.

In den Jahren 1990 bis 1995 wurde die dem Verfall preisgegebene Kirche in einer breiten Bürgerinitiative und mit Unterstützung des Eigentümers, Freistaat Sachsen, wiederhergestellt und restauriert.

Am Ausgang des Bergweges steht das ehemalige Preßhaus aus dem Jahre 1827 im klassizistischen Stil. An dieser Stelle befand sich bereits seit etwa 1700 eine „Preße”.
Wir können nun die Lohmener Straße aufwärts – zurück zum Ausgangspunkt – oder abwärts zum Schlosseingang wandern.

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