Erste Tafel zur Erinnerung an den Treidelpfad in Loschwitz angebracht
Erinnerung an die schwere Arbeit der Elbtreidler oder auch Bomätscher genannt, bietet der Treidlerpfad. Vor Beginn der Dampfschifffahrt wurden hier die Schiffe stromaufwärts gezogen, getreidelt, von Tagelöhnern mit ihren Schulterrriemen, die sich Konkurrenz um die Abschnitte machten.
Am 24. Oktober 2024 präsentierte der Verein Männernetzwerk Dresden gemeinsam mit dem Ortsverein Loschwitz-Wachwitz, und dem Stadtbezirksamtsleiter Loschwitz die erste Tafel für den Treidelpfad zwischen Loschwitz und Pillnitz. Sie ist das erste Ergebnis der Projektgruppe Treidelpfad, die von der Seniorenarbeit des Männernetzwerkes initiiert wurde. Sie wurde an der Mauer Friedrich-Wieck-Straße 28 angebracht.
Die Schilder erzählen die Geschichte der Treidler und machen es Anwohnern und Touristen gleichermaßen möglich, eine Verbindung zu dem Weg an der Elbe herzustellen: „Der Treidel- oder Leinpfad zwischen Loschwitz und Pillnitz verläuft auf dem Elbdamm und wurde um 1870 aus Sandsteinquadern gepflastert. Er erinnert an besondere Dienste von Männern für die Elbschifffahrt. Bis etwa Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Lastkähne, wenn Segeln nicht möglich war, von Treidlern, auch Bomätscher genannt, unter oft schwierigen und lebensgefährlichen Bedingungen an Leinen stromaufwärts gezogen.“
In den letzten Jahren wurde der Treidelpfad teilweise unzureichend gepflegt, weswegen er stellenweise nur beschwerlich begehbar war. Um den Zustand zu verbessern, hat Mitte 2023 der Verein Männernetzwerk Dresden, Bereich Seniorenarbeit, die Initiative ergriffen und die Projektgruppe Treidelpfad gegründet. Hauptziel ist es, in enger Zusammenarbeit mit den Behörden der Stadt Dresden, den Ortsvereinen Loschwitz-Wachwitz und ggf. Pillnitz sowie engagierten Bürgern einen Beitrag zur schritt- und abschnittsweisen Verbesserung der Begehbarkeit des Pfades und deren Aufrechterhaltung zu leisten. Außerdem werden Maßnahmen zur Kennzeichnung des Pfades geplant, auf den Weg gebracht und realisiert. Finanziell unterstützt wird das Projekt durch den Stadtbezirksbeirat Loschwitz.
Die bisherigen Arbeiten der Gruppe, in der Ehrenamtler unterschiedlichen Alters und verschiedener Berufe aktiv sind, konzentrierten sich auf die Kennzeichnung des Pfades in Abstimmung mit dem Stadtbezirksamt Loschwitz, die Pflege eines kleinen Pfadabschnitts und die teilweise Erfassung des Pfadzustandes.

