Historisches Pflaster trat wieder zutage
Seit 1978 ist die Preßgasse gesperrt. Der Ortsverein hat sich „auf die Fahne geschrieben“, sie wieder zu öffnen
Am 19. September 2020 führte der Ortsverein Loschwitz-Wachwitz einen Arbeitseinsatz durch, um die völlig zugewachsene und mit 50 Zentimeter Erde belegte Preßgasse in Wachwitz wieder begehbar zu machen. Das Stadtbezirksamt Loschwitz stellte einen Container, sowie Handschuhe und Müllsäcke bereit. Etwa 20 Mitglieder des Vereins, Anwohner und Freunde konnten an diesem Tag das gesamte Gestrüpp entfernen.
Eine kleine Gruppe aus engagierten Wachwitzern und Loschwitzern beräumte im folgenden Jahr Stück für Stück die Erdschicht. Hervor trat das historische Pflaster, was es in dieser Form nur noch auf wenigen Dresdner Wegen zu sehen gibt. Eine sich stark neigende Säule der Sandsteinmauer konnte durch eine Stahlkonstruktion gesichert werden.
Gleichzeitig wurden die Gespräche mit den Eigentümern der westlich gelegenen Grundstücke gesucht, um die Sandsteinmauer instand zu setzen. Ohne Erfolg!
Wie sollte es weitergehen?
Der Verein führte 2 Vororttermine mit dem Straßen- und Tiefbauamt durch, welche aber nur zur Festlegung der technischen Anforderungen für die Instandsetzung der Stützmauern und einen dauerhaft verkehrssicheren Zustand der Gasse, jedoch nicht zu einer generelen Verbesserung der Situation führten.
Jährlich organisierte der Verein nun kleinere Arbeitseinsätze zur Beseitigung des Bewuchses, sonst hätten sich die Brombeeren und andere Pflanzen ganz schnell des Weges angenommen.
Im November 2024 wurde der obere, entwidmete Abschnitt der Gasse von der Stadt an einen Anlieger verkauft. Im Kaufvertrag sind ein Gehrecht und das Recht zum Befahren mit Fahrrädern für die Stadt Dresden und damit die Öffentlichkeit verankert. Voraussetzung ist, dass die Mauern auf beiden Seiten der Gasse wieder instandgesetzt sind. Bis dahin, so ist mit der Stadt vereinbart, wird die Preßgasse durch den neuen Eigentümer und nicht mehr durch das Straßen- und Tiefbauamt gesichert und für die Zeit der Planungen und Baumaßnahmen beschildert.
Im Frühjahr 2026 haben die Arbeiten an der östlichen Mauer begonnen.
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