Historischer Brunnen erhielt neues Dach und wurde vom Unrat befreit

Eines der Zeugnisse der historischen Wachwitzer Wasserversorgung ist ein drei Meter tiefer und fünf Meter im Durchmesser großer Sandsteinbrunnen im Wachwitzgrund. Darüber entstand ein Haus aus Hartbrandziegeln mit einem Satteldach aus Holz. Dieses Dach war eingestürzt und der Brunnen versottet. Bei einer ersten Aktion im Frühjahr 2023 holte eine Truppe von fünf Männern des Vereins einen ersten Teil des Mülls und des eingebrochenen Dachstuhls aus dem Brunnen heraus. Der Wachwitzer Ronald Ehrig bot dem Ortsverein an, mit seiner Firma den Dachstuhl neu zu bauen. Völlig unkompliziert waren die Absprachen mit ihm; was er sagte, galt. Im Frühjahr erteilte der Verein der Firma Holzbau Ehrig GmbH in Sobrigau den Auftrag. Die angegebenen Kosten spendet er dem Verein, der nur die Mehrwertsteuer zu tragen brauchte. Micha Damme ertüchtigte den Mauerkranz für den neuen Dachstuhl und baute mit seinem Enkel Matteo aus der Schweiz eine neue Holztür. In der Woche nach Pfingsten rückten die Zimmerleute an und in wenigen Tagen war der Dachstuhl errichtet und mit einem Dachfenster versehen. Ronald Ehrig hatte einen befreundeten Dachdecker gefunden, der Pappschindeln und Verblechungen aufbrachte.

Im Juni 2025 gab es weitere Arbeitseinsätze, um Unrat aus dem Brunnen zu holen. Dazu borgte uns die Freiwillige Feuerwehr Pappritz eine leistungsstarke Pumpe, und die Anwohner der Pappritzmühle stellten den Strom zur Verfügung. Nachdem alle größeren Teile herausgeholt wurden waren, ging es daran, auch das Laub und den Schlamm zu beseitigen. Noch sind wir damit nicht fertig.

Norbert Richter, Michael Damme, Andreas Lötzsch und Gunter Winkler bei einer ersten Beräumungsaktion 2023. Foto: Jürgen Frohse