Der Hosterwitzer Königsweg (Rote Markierung)

Elbhangweg an der Sächsischen Weinstraße

Karte

Wegbeschreibung

Unsere Wanderung beginnt in Niederpoyritz an der Bushaltestelle Staffelsteinstraße. Wir wandern bergwärts und biegen nach wenigen Metern rechts in die Eugen-Dieterich-Straße ein (Eugen Dieterich war Fabrikant für pharmazeutische Präparate und hatte hier im Helfenberger Grund eine Fabrik).

Nach etwa 120 Metern wird die Straße durch Gebäudemauern eingeengt. Hier sind rechts die Reste der ehemaligen »Schlossvilla« (1735) zu finden, auf der linken Seite sehen wir die Ställe, die Remise (1832) und die Gebäude der ehemaligen Schlossbrauerei (1839). 1835 bis 1854 war König Friedrich August II. von Sachsen Eigentümer der Gebäude.

Wir kommen nun zum Eingang des Helfenberger Grundes, der nach links abzweigt. Unsere Wanderung führt in die Rockauer Straße – später An der Kucksche – bis rechts bereits im Wald an der weinroten Wegemarke unser Wanderweg abgeht. (Bei klarem Wetter kann hier ein kleiner Abstecher zum Aussichtspunkt Rockauer Höhe empfohlen werden, ca. 30 Gehminuten.)

Wir wandern nun am Rande der Lausitzer Granitplatte durch heimischen Mischwald auf der sich verbreiternden Niederterrasse. Vom Weinanbau in diesem Gebiet bis etwa 1890 zeugen noch das Preßhaus auf der Helfenberger Flur und die teilweise noch gut erhaltenen Trockenmauern aus dem anstehenden Naturstein.

In sonniger Lage liegt auf der Niederterrasse rechts das Exerzitienhaus Hoheneichen des Jesuitenordens (Dresdner Straße 75). 1921 hielt hier der erste Jesuit seinen Einzug. 1954 wurde eine neue Kapelle eingeweiht.

Car-Maria-von-Weber-Museum Foto: Museen der Stadt Dresden

Nach etwa 300 Metern führt unser Weg hinter dem Keppschloß (Dresdner Straße 99) vorbei. Um 1750 kam das Grundstück, damals zum Plantagengut gehörend, in den Besitz des Grafen Heinrich von Brühl. 1791 übernahm Graf Camillo Marcolini (Kabinettsminister des Kurfürsten Friedrich August III.) den Besitz. Um 1860 erfolgte einer Zeitmode entsprechend der Umbau in Form des englischen Tudorstils. Danach wechselte das Grundstück noch mehrmals den Eigentümer. Es ist jetzt zum Wohnhaus umgebaut.

Weiter abwärts gehend kommen wir in den Keppgrund, der durch Schmelzwasserflüsse im ausgehenden Pleistozän in den Lausitzer Granit tief eingeschnitten ist, bis wir auf die Dresdner Straße gelangen, der wir nach links folgen.

Auf der rechten Seite sehen wir das Sommerhaus Carl Maria von Webers, welches heute als Museum besichtigt werden kann. Carl Maria von Weber (1786 – 1826) war Kapellmeister an der Dresdner Oper und mietete mit seiner jungen Frau Caroline mehrere Räume in dem Winzerhaus und verbrachte hier die Sommermonate.

6 Jahre lang war das Giebelzimmer des ersten Stockes – von ihm das »Sommernestchen« genannt – sein Arbeitsraum. Weber arbeitete in diesem Haus an »Euryanthe«, »Freischütz«, »Oberon« und schuf die »Aufforderung zum Tanz« sowie andere Werke.

Rechts abwärts über den Eichbuschweg erreichen wir die Haltestelle der Linie 63. Auf dem Eichbuschweg kommen wir an einer landhausartigen Villa in Formen der italienischen Renaissance vorbei (Eichbuschweg 7, gebaut etwa 1875).

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