Wachwitzer Königsweg (Rote Markierung)

Der Körnerplatz in Dresden-Loschwitz ist Ausgangspunkt unserer Wanderung, die uns über Teile des sogenannten „Königsweges“ am Elbhang entlang zum Ortskern von Wachwitz (Altwachwitz) führen wird.
Gegenüber von Ortsamt und Bräustübel gehen wir den Veilchenweg bergan. In einem alten Loschwitzer Weinberg (Nr. 9) steht eine Winzersäule von 1674, bekrönt von einem Äolus, dem Beherrscher der Winde. Wo der Veilchenweg auf die Robert-Diez-Straße (Bildhauer, 1844 – 1922) und die Calberlastraße (benannt nach dem Erbauer des ersten Dampfschiffes auf der Oberelbe im Jahr 1835) stößt, steht ein altes Weinbergshaus, im Volksmund „Villa Fallnichtein“ genannt. Wir setzen unseren Weg auf der Calberlastraße (Nr. 18 ein weiteres altes Weinbergsgrundstück) und dann links auf dem Josef-Hegenbarth-Weg (Maler, 1884 – 1962), dem alten „Wachwitzer Kirchweg“, fort.
Bevor dieser in einer Rechtsbiegung zur Pillnitzer Landstraße (Haltestelle Künstlerhaus) führt, erreichen wir am „Marienhaus“ (Nr. 10) den Wachwitzer „Königlichen Weinberg“. Ab 1824 begann Friedrich August II. hier Weinbergland zu erwerben, auf dem auch bald Gärtnerei, Park, Wohn- und Wirtschaftsgebäude und der zeitweilige Sommersitz des Hauses Wettin zu finden sind. Wir gehen über eine kleine Bogenbrücke und kommen zum Rhododendrongarten (1971 angelegt) mit dem neuen Hofgärtnerhaus (Nr. 8). Von hier ist es nicht weit zum alten Hofgärtnerhaus (Nr. 4) mit zwei Reliefs von Franz Pettrich (1770 – 1844) und der „Königlichen Villa“, 1893 als Sommerresidenz erbaut. Von 1991 bis 1997 befand sich darin die „Sächsische Akademie für Lehrerfortbildung“. Ab hier hat der Wanderweg „Königlicher Weinberg“ mit der blauen Markierung die gleiche Wegführung. Über eine kleine Brücke gehen wir, vorbei am ehemaligen Preßhaus (Nr. 2), einige Stufen hinauf und folgen nach dem Treppenabsatz unserem Weg. Oberhalb einer kleinen Grotte, steht die Weinbergkapelle (1839 umgebaut). Bei der Grotte befindet sich die Informationstafel zu „Königs Weinberg“.
Nach wenigen Schritten erreichen wir den „Panoramaweg“, der uns durch den in den achtziger Jahren wieder aufgerebten Weinberg führt. Am Ende des Weges erreichen wir eine Bastion mit weitem Blick über das Elbtal bis zu den Hängen des Erzgebirges. Wir steigen die alte Weinbergstreppe („Himmelsleiter“) hinab zur Straße Am Steinberg. Das erste Haus links (Nr. 3) war das Wohnhaus von Wolf Graf Baudissin (1789 – 1878), dem bedeutenden Shakespeare-Übersetzer. Zwischen Weinbergmauern führt uns der Weg zur „Wollner-Villa“ (Nr. 14) und unter einer kleinen Brücke hindurch am Haus Nr. 15, dem Sommersitz des Malers Woldemar Hottenroth (1802 – 1894) vorbei nach Altwachwitz, dem Ende unserer Wanderung.

Bild: Hinweis: Im Bereich Loschwitz bis Oberpoyritz sind am Elbhang 8[]Wanderwege an der Sächsischen[]Weinstraße ausgeschildert. Eine Übersichtsdarstellung ist in der Heimatkarte „Dresdner[]Elbhang“ 1:10[]000, SEEGER-KARTOGRAPHIE[]GmbH enthalten.
Hinweis: Im Bereich Loschwitz bis Oberpoyritz sind am Elbhang 8 Wanderwege an der Sächsischen Weinstraße ausgeschildert. Eine Übersichtsdarstellung ist in der Heimatkarte „Dresdner Elbhang“ 1:10 000, SEEGER-KARTOGRAPHIE GmbH enthalten.